Die Schwestern und Figuren – Anagramme

Die „Sieben Schwestern“-Reihe beruht grob auf den uralten Geschichten und Mythen um die sieben Schwestern des berühmten Plejaden-Sternenhaufens. Man muss zwar nicht unbedingt über die Sterne oder ihre Mythen Bescheid wissen, um die Bücher zu genießen, aber für Interessierte gibt es viele versteckte Referenzen – wenn man weiß, wo man suchen muss.

Anagramme und Charakternamen

Viele Charaktere in den Büchern sind über ihre Namen, körperlichen Eigenschaften, Rolle innerhalb der Handlung und Persönlichkeiten an die sieben Schwestern geknüpft, wie sie in der griechischen Mythologie dargestellt werden.

Als mir die Idee kam, eine Buchreihe basierend auf dem „Sieben Schwestern“-Plejadenhaufen zu schreiben, setzte ich mich eines Abends mit meiner Familie zusammen. Ich wusste bereits, dass die Schwestern – alle Frauen des 21. Jahrhunderts – die Namen der mythologischen Schwestern von einst tragen würden. Allerdings gab es mit der untypischen Schreibung und Aussprache einige Probleme für eine moderne Leserschaft. Außerdem war mir wichtig, dass bestimmte andere Charaktere der alten Legenden ebenfalls eine Rolle spielten. An jenem Abend stellte ich also eine Tafel mit den Protagonisten und einer Zusammenfassung ihrer Haupteigenschaften auf. Mit Papier und Stiften auf dem Tisch bat ich meine Familie, sich Anagramme und Kosenamen auszudenken, die ich für die Charaktere in den Büchern verwenden konnte.

Pa Salt – Meine jüngste Tochter Leonora machte den Auftakt mit dem inspirierten Kosenamen Pa Salt, dem Adoptivvater der Schwestern. Er entspricht in etwa der Beschreibung des Titanen Atlas in der griechischen Mythologie, der Himmel und Erde auf seinen Schultern trug. Das Anagramm leitet sich vom P für Pleione, der Mutter der Schwestern, und den Buchstaben des Namen Atlas ab. Dieser Name gefällt mir besonders gut, weil der Name Salt (dt. Salz) auf die Liebe dieses Charakters zur See hindeutet.

Maia – Die moderne Heldin des ersten Buches war einfach, weil Maia ein wundervoller Name ist, der auch heute noch gerne verwendet wird. Sie brauchte also keinen Spitznamen.
Alcyone – Ally bot sich als natürliche Abkürzung für meine zweite Schwester an.

Asterope – dieser Name bedeutet Star (dt. Stern) und ist ein wundervoller Spitzname für diesen Charakter.

Celaeno – Nachdem wir es mit mehreren Anagrammen vergebens versucht hatten, schlug jemand den schlichten Kosenamen CeCe vor, den wir einstimmig annahmen.

Taygeta – Da diese Schwester laut Legende von Artemis in ein Reh verwandelt wurde und in meinen Büchern eine schier grenzenlose Liebe für Tiere haben würde, waren wir der Meinung, sie sollte einen tierischen Spitznamen bekommen. Wir entschieden uns für Tiggy – nach der Igeldame Frau Tiggy-Wiggel in dem Buch von Beatrix Potter.

Electra – Mir war sofort klar, dass dieser Charakter feurig und voller Energie sein würde, daher war ihr Name bereits perfekt.

D’Aplièse – Da ich unbedingt das Wort Plejaden irgendwo unterbringen wollte, haben wir uns nach dem englischen Namen Pleiades das Anagramm D’Aplièse als Familiennamen für die Schwestern ausgedacht.

Kreeg Eszu – Mir war klar, dass der Charakter Zeus ein paar Mal in der Geschichte vorkommen würde. Den Legenden zufolge hatte er Kinder mit drei der Schwestern. Darüber hinaus war er es, der die Schwestern in Tauben verwandelte und sie als Sterne in den Himmel setzte, damit sie so dem Liebeswahn des Jägers Orion entkommen konnten.

Zeus war es auch, der Atlas gebot, Erde und Himmel auf seinen Schultern zu tragen. Für meine Handlung teilte ich den Charakter in zwei: den Milliardär-Tycoon Kreeg Eszu und seinen Sohn Zed Eszu. Kreeg ist ein Anagramm von Greek (dt. griechisch) und der Familienname Eszu ist ein Anagramm von Zeus. Maia lässt sich später an der Uni mit dem verrufenen Zed Eszu ein.

Orte und Objekte

Atlantis – Die sagenumwobene verlorene Unterwasserstadt ist berühmt für ihre Schönheit. Es war der einzige Name, den ich für den verborgenen Zufluchtsort, den ich für das Zuhause von Pa Salt und den Schwestern am Strand des Genfer Sees in Betracht gezogen hatte.

Pa Salts Boot „Titan“ – Atlas selbst entstammte dem mythischen Geschlecht der sieben als Titanen bekannten Gottheiten.

Kreeg Eszus Boot „Olympus“ – Der Name der Yacht leitet sich vom griechischen Berg Olymp ab, der als mythischer Sitz der griechischen Hauptgötter bekannt ist. Zeus war der König der Götter und Herrscher des Olymps. Dem griechischen Gott des Meeres Poseidon sagt man ebenfalls nach, dass er Kinder mit mindestens einer der sieben Schwestern gezeugt hat. Leider gibt es eine langjährige Verbindung zu einem Katastrophenfilm mit einem Schiff mit demselben Namen. Daher entschied ich mich, ihn nicht in die Geschichte mit aufzunehmen, sondern verwendete anstelle dessen sein römisches Pendant Neptun.

Der Pavillon – In den „Sieben Schwestern“-Mythen wird Maia häufig als Einzelgängerin beschrieben, die in einer Höhle lebt. Also erschuf ich den Pavillon, ein kleines Häuschen irgendwo in Atlantis, in dem Maia ihrer einsiedlerischen Karriere als Übersetzerin nachgehen konnte, ehe sie mithilfe der Hinweise, die Pa Salt für sie zurückgelassen hat, aus der Reserve und in die große weite Welt gelockt wird.

Tauben – Die Art, wie die Schwestern nach Atlantis kommen und es wieder verlassen wird in den Büchern mehrfach als Taubenschwarm beschreiben, der zu seinem Nest zurückkehrt und es wieder verlässt. Dabei handelt es sich nicht nur um eine großartige Metapher, sondern auch um eine Anspielung auf den Mythos, dass die Schwestern von Zeus in Tauben verwandelt wurden, ehe er sie für alle Ewigkeit als Sterne in den Himmel setzte.